Smartphone Detox: 8 Tipps, damit das digitale Fasten gelingt

Smartphone Detox: 8 Tipps, damit das digitale Fasten gelingt. Symbolfoto: pixabay

Die durchschnittliche Bildschirmzeit liegt bei mehr als zehn Stunden täglich. Kein Wunder, im Netz gibt es so einiges zu tun. Soziale Netzwerke versorgen uns mit Kontakten und Entspannung gibt es im online Casino beim gemütlichen virtuellen Spiel mit einer zusätzlichen Chance auf einen Gewinn. Die digitale Welt hat viele Vorteile. Per Smartphone sind wir rund um die Uhr erreichbar. So ist der Wunsch verständlich, einmal eine Pause vom eigenen Handy einzulegen. Doch die meisten Menschen haben sich über die Jahre daran gewöhnt. Daher kommen hier acht wertvolle Tipps, wie Smartphone Detox wirklich funktioniert.

Digital Detox umsetzen: Es muss nicht gleich ein vollständiger Verzicht sein

Mittlerweile ist das Thema Smartphone-Sucht keine Seltenheit mehr und Experten warnen davor. Zur gesamten Bildschirmzeit des Tages gehören locker drei bis fünf Stunden Handyzeit. Das ist zu viel und wir verlernen im Laufe der Jahre das analoge Leben. Ein Entzug muss nicht vollständig erfolgen, denn Handys sind natürlich ungemein praktisch. In vielen Bereichen des Lebens gibt es aber analoge Alternativen. Um durchzuhalten, lohnt es sich daher, wenn Sie feste, handyfreie Zeiten in Ihren Alltag integrieren. Das kann abends vor dem Schlafengehen sein, aber auch zu einem bestimmten Zeitraum in Ihrer Freizeit.

Analysieren Sie, wofür Sie Ihr Handy wirklich benötigen

Die meiste Zeit der Handynutzung passiert unbewusst, mit erheblichem Einfluss auf Ihre Gesundheit. Einerseits schadet das permanente blaue Licht Ihren Augen und erhöht das Stresslevel, andererseits verlernen Sie Alternativen zu suchen.

Bevor Sie sich ans Detox-Experiment wagen, analysieren Sie doch einmal, wofür Sie Ihr Smartphone nutzen. Hier ein paar Anregungen, welche Funktionen sich ganz heimlich in unser Leben geschlichen haben:

  • Die Suche nach Antworten bei Fragen via Google
  • Pedometer und Health-Funktionen (Pulsmessung, SPO2-Messung)
  • Das Smartphone als Wecker
  • Informationsquelle für Nachrichten aller Art (Push-Funktion)
  • Zahlungsmethode 

Die Freunde und Familie vorwarnen, denn es gibt auch andere Kontaktmöglichkeiten

Die meisten Menschen haben große Angst, dass sie beim Verzicht auf das Smartphone etwas verpassen. Warnen Sie daher Ihre Freunde und die Familie vor, wenn Sie nun auf feste Handyzeiten setzen oder sich generell einmal abmelden. So umgehen Sie das Gefühl und brauchen keine Angst haben, dass sich die anderen Sorgen machen.

Nachrichten zu festgelegten Zeiten abrufen

Pro Tag werden weltweit rund 205 Milliarden E-Mails versendet, die mehr oder weniger direkt beim Empfänger ankommen. Das Handy piepst, eine neue Mail ist da und Sie zücken Ihr Smartphone, um direkt zu antworten. Machen Sie das auch bei normaler Briefpost? Laufen Sie wirklich mehrmals täglich zum Briefkasten, um immer sofort auf Post reagieren zu können? Wohl eher nicht! Planen Sie feste Zeiten, wann Sie am Tag Ihre E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Post in den sozialen Medien abrufen. Wer außerhalb dieser Zeiten schreibt, muss dann eben bis zum nächsten Tag warten.

Tipp: Ihre E-Mail-Adresse können Sie mit einem automatischen Hinweis versehen, sodass eine Rückmeldung automatisiert verschickt wird. Vereinbaren Sie mit Ihren Freunden, dass bei wichtigen Dingen eine SMS geschickt wird oder ein Anruf erfolgt!

Räumen Sie Ihr Smartphone auf: Weg mit den Apps

Für fast alle Bereiche des Lebens gibt es heute die passende App. Der Schrittzähler misst Ihre Aktivität, die Apps Ihrer Lieblingsshops erinnern Sie permanent an neue Angebote. Eine Push-Nachricht folgt der nächsten und schon ist Stress vorprogrammiert. Räumen Sie auf und löschen Sie einen Großteil Ihrer Apps. Online-Shopping ist über den Webbrowser ebenso möglich, einen Schrittzähler haben Sie doch ohnehin in die Smartwatch integriert. Entscheiden Sie sich bewusst für und gegen Apps und prüfen Sie, ob es eine Alternative im Browser gibt.

Push-Nachrichten deaktivieren und die Kontrolle zurückholen

Wann sind Sie zuletzt mit der S-Bahn durch Berlin gefahren? Wenn Sie einmal ohne Kopfhörer unterwegs sind, achten Sie darauf, wie häufig Sie den Signalton eines fremden Handys wahrnehmen. Permanent informieren die praktischen Geräte über einen neuen Like auf Instagram, eine Nachricht bei Facebook oder einen 10 % Rabatt beim Lieblingsshop. All das erfolgt per Push-Benachrichtigung, denn damit verschafft sich die jeweilige App Aufmerksamkeit. Schalten Sie diese Funktion aus und entscheiden Sie selbst, wann Sie einen Blick in die verbleibenden Apps werfen möchten. Sie benötigen keine Erinnerung an Ihre Instagram-Nachrichten, wenn Sie ohnehin einmal pro Tag den Posteingang prüfen.

Greifen Sie auf altmodische Methoden zurück, um sie nicht zu verlernen

Fragen Sie heute junge Menschen danach, wie sie sich das Leben ohne Handy vorstellen, sind viele überfordert. Ohne Smartphone? Das geht doch gar nicht! Das geht sehr wohl, noch in den 1980-er Jahren war das Handy ein unvorstellbares Stück Luxus. Heute hingegen ist es überall, einige Dienstleistungen setzen sogar den Besitz eines Smartphones voraus. Um den Bezug zur alten Realität nicht zu verlieren und sich nicht vollkommen von der Technik abhängig zu machen, nutzen Sie Alternativen! Sie wollten einem alten Freund eine E-Mail schicken? Nutzen Sie doch einfach mal Zettel und Stift und schreiben Sie einen Brief. Er ist mit der Post innerhalb von ein bis zwei Tagen beim Empfänger und sorgt sicher für Erstaunen. Anstatt eine Sprachnotiz bei WhatsApp einzusprechen, können Sie einfach anrufen. Das wird Ihr Gegenüber vermutlich im ersten Moment überraschen, das persönliche Gespräch ist aber eine tolle Alternative zum andauernden Nachrichtenverkehr.

Schaffen Sie handyfreie Zeiten und Räume

Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie vollständig aufs Smartphone verzichten müssen. Nutzen Sie stattdessen die Möglichkeit und verschaffen Sie sich handyfreie Zeiten. Damit sorgen Sie dafür, dass Sie auch einmal Beschäftigungen ohne Handy vornehmen. Abends tippen Sie normalerweise stundenlang auf dem kleinen Gerät herum? Sie surfen bei Instagram, schauen Clips auf YouTube und wissen sonst nichts mit sich anzufangen? Lösen Sie doch mal wieder ein Puzzle oder ein Kreuzworträtsel. Nicht digital, sondern manuell, mit Papier und Stift bzw. Teilen zum Anfassen. Da wird automatisch ein Stück Nostalgie geweckt. Halten Sie außerdem Ihr Schlafzimmer handyfrei und kaufen Sie sich einen Wecker. Sie müssen nicht beim Aufwachen als Erstes Ihre Mails checken, trinken Sie doch erst einmal Kaffee oder Tee und werden Sie richtig munter.

Fazit: Detox, aber richtig

Der kalte Entzug ist für viele Menschen unvorstellbar, immerhin unterstützt das Handy auch in wichtigen Bereichen. Ein wenig Digital Detox schadet aber auch nicht. Feste Nachrichtenzeiten, mehr analoge Beschäftigung und das Löschen von Apps sind der Anfangsschritte, die Sie bei der Reduktion Ihrer Bildschirmzeiten begleiten.


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