Hinweis: Werbeanzeige


Burnout droht: Dauererreichbarkeit belastet Körper und Nervensystem

Featurebild Depositphotos | @sinseeho | Lizenznehmer: Pressebüro LAAKS

Burnout droht: Digitale Kommunikation kennt keine Pausen mehr: Push-Nachrichten, E-Mails, Videocalls und permanente Erreichbarkeit über das Smartphone gehören für viele Führungskräfte und Selbstständige zum Alltag. Was kurzfristig Effizienz verspricht, kann langfristig zu einer chronischen Überlastung des Nervensystems führen – mit spürbaren körperlichen Folgen. Ein aktuelles Fallbeispiel aus der Praxis von ViewMed, dem Hamburger Zentrum für umfassende Medizin, zeigt, wie eng digitale Reizüberflutung, Stressmedizin und körperliche Symptome miteinander verknüpft sein können.

International erfolgreich und dauerhaft unter Strom

Behandelt wurde ein heute 41-jähriger, international tätiger Geschäftsmann asiatischer Herkunft. Er besitzt und führt mehrere international tätige Handelsunternehmen und betreibt zusätzlich eine Sprachschule in Hamburg. Seine Arbeit ist geprägt von häufigen Reisen, Zeitverschiebungen und nahezu durchgehender digitaler Erreichbarkeit – auch abends und nachts ist der Mann in den diversen Chats seines Mobiltelefons aktiv. 

Als er erstmals vor einigen Jahren bei ViewMed vorstellig wurde, berichtete er über anhaltende Erschöpfungssymptome, obwohl laut Gesundheitsdaten keine klassische Erkrankung vorlag.

Symptome ohne klare Ursache

Seine Beschwerden waren vielfältig und traten zudem wiederholt auf:

  • muskuläre Verspannungen,
  • Kopf- und Magenschmerzen,
  • Durchfälle und Allergieneigung,
  • sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit, insbesondere nach Geschäftsreisen.

Die umfassende Diagnostik von Stuhl, Urin, Blut und Speichel in den mit ViewMed verbundenen Laboren zeigte unter anderem Lebensmittelunverträglichkeiten, eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut sowie deutliche Vitamin- und Mikronährstoffmängel. Die Befunde seien nicht generalisierbar, sondern im Kontext der individuellen Belastungssituation zu bewerten, so seine Medizinerin. Auffällig sei zudem, dass sich die Beschwerden in Phasen intensiver digitaler und familiärer Belastung verstärkt hätten. So erwartete die Frau des Patienten ihr erstes Kind, was bei dem Mann ein Gefühl der Art „dieser Verantwortung kann ich nicht gerecht werden“ und damit Stress ausgelöst habe.  

Digitale Reize als Verstärker körperlicher Symptome

Rückblickend wurde jedoch deutlich: Nicht einzelne Stressoren waren entscheidend, sondern die Kombination aus Dauererreichbarkeit, fehlenden Regenerationsphasen und ständiger kognitiver Aktivierung durch digitale Medien und familiärem Druck. Das Nervensystem blieb somit dauerhaft im Alarmmodus.

Eher ungewöhnlich, aber in diesem Fallbeispiel ebenfalls ausschlaggebend: Hinzu kamen häufige Hotelübernachtungen in klimatisierten Räumen während seiner Asienreisen, die offenbar regelmäßig Erkältungs- und Atemwegssymptome auslösten. Für Fachärztin der Inneren Medizin, Arezu Dezfuli, ein klarer Hinweis auf eine insgesamt erhöhte Reizempfindlichkeit und Infektanfälligkeit des Körpers.

Therapie mit Fokus auf Umsetzbarkeit

Die anschließende Behandlung basierte daher auf einer mehrsäuligen, alltagstauglichen Strategie: Darmsanierung und Darmaufbau, gezielte Ernährungsanpassung, orale Vitamin- und Mikronährstoffsubstitution sowie regelmäßige Verlaufskontrollen. Entscheidend war in diesem Fall nicht, wie sonst mehrheitlich üblich, die maximale Therapieintensität, etwa durch Infusion, sondern Umsetzbarkeit und Verlässlichkeit im Alltag. Hinweis: In anderen Konstellationen kommen auch intensivere Therapieverfahren in Betracht, die hier jedoch aus praktischen Gründen nicht umgesetzt werden konnten. Ausschlaggebend dafür war der Lebens- und Arbeitstils mit langen Abwesenheitszeiten des Patienten. 

Dafür entwickelte der Betroffene mit der Zeit ein besseres Gespür für die eigenen Belastungsgrenzen. Heute meldet er sich frühzeitig, wenn Stressphasen absehbar sind. Trotz höherer Arbeitsbelastung ist er seit über einem Jahr damit nach ärztlicher Einschätzung stabiler. 

Moderne Ursachenmedizin funktioniert (anders)

Der Fall zeigt exemplarisch, dass digitale Reizüberflutung kein abstraktes Phänomen ist, sondern konkrete körperliche Auswirkungen haben kann. Ursachenmedizin betrachtet dabei nicht nur Laborwerte, sondern auch Lebensrealitäten – inklusive Smartphone, Erreichbarkeit und mentaler Daueranspannung. Nicht Verzicht, sondern bewusste Steuerung ist dabei der Schlüssel: klare Grenzen, regelmäßige Regeneration und eine medizinische Begleitung, die modern ist und Zusammenhänge erkennt. 

Hinweis: Diese Presseinformation dient der sachlichen Information über medizinische Zusammenhänge. Sie ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie. Beschriebene Fallbeispiele sind nicht generalisierbar.

Quelle:


von

ViewMed – Zentrum für umfassende Medizin Fachärztin für Innere Medizin & Nephrologie Arezu Dezfuli

Anzeigen