Die Seele des Erfolgs: Wie Achtsamkeit und Spiritualität Unternehmen revolutionieren

Bild von Melanie Thormann. Foto: Orhidea Briegel

Im pulsierenden Herzen der Geschäftswelt entsteht eine neue Bewegung, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter und die Tiefe der Unternehmenskultur in den Vordergrund rückt. Achtsamkeit und spirituelle Praktiken werden nicht mehr als bloße Privatsache angesehen, sondern als integraler Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensführung. Im Gespräch mit Melanie Thormann, auch bekannt als Mrs. Soulbusiness, erfahren wir, warum diese Themen immer wichtiger werden.

Frau Thormann, Sie sind eine gefragte Expertin, wenn es um die Integration von Achtsamkeit und Spiritualität in die Unternehmenswelt geht. Warum gewinnen diese Aspekte zunehmend an Bedeutung?

"Wir leben in einer Zeit des rasanten Wandels und der ständigen Verfügbarkeit. Das führt zu einer enormen Belastung für unsere Psyche. Studien, wie die von Aetna und der American Psychological Association, zeigen, dass Achtsamkeitsprogramme Stress reduzieren und die Resilienz der Mitarbeiter stärken können. Unternehmen, die in das seelische Wohlbefinden ihrer Belegschaft investieren, sehen nicht nur eine Verbesserung der Arbeitsmoral, sondern auch eine Steigerung der Produktivität."

Wie können Unternehmen Achtsamkeit und Spiritualität konkret in ihren Alltag integrieren?

"Es beginnt mit kleinen Schritten. Zum Beispiel können regelmäßige Meditationssessions oder Yoga-Kurse angeboten werden. Wichtig ist, dass die Führungsebene diese Praktiken vorlebt und unterstützt. Zudem sollten Räume für Stille und Reflexion geschaffen werden, um den Mitarbeitern zu ermöglichen, während des Arbeitstages bewusste Pausen einzulegen."

Ist das denn im Alltag machbar und messbar? Können Sie Beispiele aus der Praxis nennen?

Natürlich, das ist ein wesentlicher Punkt. Meditation kann auf einfache Weise in den Unternehmensalltag integriert werden, um sowohl Führungskräften als auch Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern. Ein Beispiel hierfür ist das Konzept der "Stillen Minute". Diese Methode ist besonders niedrigschwellig und kann ohne Vorkenntnisse umgesetzt werden.

Die "Stille Minute" beginnt damit, dass täglich zu einer festen Zeit – vielleicht direkt vor der Mittagspause oder gleich zu Beginn eines Meetings – alle Anwesenden für eine Minute die Augen schließen und sich auf ihre Atmung konzentrieren. In dieser Zeit geht es nicht darum, den Geist komplett frei von Gedanken zu machen, sondern einfach nur um das bewusste Wahrnehmen des Momentes und der eigenen Präsenz.

Dieser kurze Moment der Ruhe kann dazu beitragen, Stress zu reduzieren, die Konzentration zu erhöhen und ein Gefühl der Gemeinschaft zu fördern. Es ist ein einfacher Startpunkt, der den Mitarbeitern zeigt, dass Achtsamkeit kein großer Zeitaufwand oder spezielles Training erfordert, sondern etwas ist, das jeder in seinen Alltag integrieren kann. Mit der Zeit können diese "Stillen Minuten" zu einer festen Institution im Unternehmen werden und den Weg für weiterführende Achtsamkeitspraktiken ebnen.

Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die positiven Auswirkungen dieser Methoden?

"Es gibt eine wachsende Zahl von Studien, die den Nutzen belegen. Forscher der Universität Oxford fanden heraus, dass Achtsamkeitstrainings das Wohlbefinden verbessern und Burnout vorbeugen können. Eine Studie der Harvard University zeigte, dass Meditation die Dichte der grauen Substanz im Gehirn erhöht, was mit besserer emotionaler Regulation und Entscheidungsfindung in Verbindung gebracht wird."

Was sagen Sie Kritikern, die behaupten, dass Spiritualität keinen Platz in der Geschäftswelt hat?

"Die Zeiten, in denen 'Business' und 'Spiritualität' als Gegensätze galten, sind vorbei. Die blauen Zonen – Regionen mit der höchsten Lebenserwartung – lehren uns, dass eine gesunde Lebensweise, starke soziale Bindungen und gelebte Spiritualität essentiell sind. Diese Prinzipien lassen sich auch auf Unternehmen übertragen. Es geht darum, eine Kultur zu schaffen, in der jeder Einzelne seine Einzigartigkeit leben und zur gemeinsamen Vision beitragen kann."

Frau Thormann, ich danke Ihnen für dieses aufschlussreiche Gespräch.

Mit diesen Einblicken schließt sich der Kreis zu einer Unternehmensführung, die nicht nur den Profit, sondern auch die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Die Integration von Achtsamkeit und spirituellen Methoden ist kein Trend, sondern eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit – eine Antwort, die Unternehmen resilienter, kreativer und letztlich erfolgreicher macht.


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