Mitte 2022 waren landesweit 6,4 Gigawatt am Netz; seitdem ist die Leistung um 3,6 Gigawatt gestiegen, ein Plus von rund 57 Prozent in etwa vier Jahren. Im Jahr 2025 lag das Land mit einem Rekordzubau von 1,4 Gigawatt bundesweit an der Spitze.
Bis Anfang September sind in diesem Jahr bereits mehr als 700 Megawatt hinzugekommen. Seit Beginn der Legislaturperiode sind knapp 750 neue Windenergieanlagen mit rund 3,6 Gigawatt Leistung in Betrieb genommen worden. Für knapp 800 weitere Anlagen mit etwa 4,7 Gigawatt Leistung liegen Genehmigungen für die zeitnahe Inbetriebnahme vor, Stand 1. September.
Damit ist das Land auf einem guten Weg, das Ausbauziel von 13 bis 15 Gigawatt installierter Windenergieleistung bis 2030 zu erreichen oder zu übertreffen. Mit 10 Gigawatt liegt Nordrhein-Westfalen hinter Niedersachsen und Schleswig-Holstein und vor Brandenburg auf Platz drei der Bundesländer. Ministerin Mona Neubaur sagte, 10 Gigawatt Windenergie seien gemeinsam von Land, Kommunen, Unternehmen, Genehmigungsbehörden, Planungsbüros, Landwirten und den Menschen vor Ort geschafft worden.
Windenergieanlagen lieferten der Industrie bezahlbaren Strom und planbare Strompreise, machten das Land unabhängiger von Importen und brächten Geld in die Gemeinden, etwa für das Schwimmbad, das Vereinsheim oder die Bibliothek. Jetzt müssten Netze und Speicher mithalten; dafür setze sich das Land auf Bundesebene ein. Für den beschleunigten Ausbau hat das Land nach eigenen Angaben mehrere Maßnahmen umgesetzt.
Eine Task Force erarbeitete konkrete Lösungen für den Zubau. Nordrhein-Westfalen setzte als erstes Bundesland die Flächenziele des Windenergieflächenbedarfsgesetzes vollständig um, deutlich vor der gesetzlichen Frist 2032. Genehmigungsverfahren wurden digitalisiert und beschleunigt; das Bürgerenergiegesetz und die finanzielle Teilhabe der Gemeinden sowie der Einwohner sollen die Akzeptanz vor Ort stärken.