Ursprünglich war den Angaben zufolge geplant, die Sektsteuer (Schaumweinsteuer) um 20 Prozent anzuheben. 60 Millionen Euro sollten dadurch gewonnen werden. Dagegen liefen allerdings die Winzer gegenüber der Union Sturm und argumentierten mit einer ohnehin schon kritischen Wettbewerbslage. Um Ersatz zu schaffen, wird nun erwogen, der Alkopop-Steuer eine breitere Grundlage zu verschaffen. Beschlossen ist die Maßnahme noch nicht.
Die steuerpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Doris Achelwilm, kritisiert das Gebaren. Das Gebastel an Produktgruppen kenne man von der noch unfertigen Zuckersteuer und der handwerklich schlecht gemachten Tabaksteuer, sagte sie dem RND. Schwarz-Rot stopfe Finanzierungslöcher ungerecht, chaotisch und mutlos mit Verbrauchsteuern, die vor allem Menschen mit wenig Geld belasteten. Wer es mit Gesundheitsprävention ernst meine, nehme die Hersteller in die Pflicht, nicht die Verbraucher an der Kasse, sagte die Abgeordnete dem RND.