Viele Haushalte im Südsudan hätten den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen, Viehbeständen und anderen Einkommensquellen verloren, hieß es. Dadurch seien sie zunehmend auf den Verzehr von Wildfrüchten und den Verkauf von Produktionsmitteln angewiesen oder müssen flüchten.
Die Ernährungslage in Teilen der Bundesstaaten Jonglei und Upper Nile ist laut UN-Angaben weiterhin kritisch. In den Landkreisen Ayod, Akobo und Nyirol ergaben Untersuchungen bei Kindern unter fünf Jahren Raten der globalen akuten Unterernährung (GAM) von mehr als 34 Prozent. Im Bundesstaat Upper Nile erreichten die GAM-Raten in Panyikang 18 Prozent und in Malakal 28 Prozent, womit in beiden Orten der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegte Notfallschwellenwert von 15 Prozent überschritten wurde.
Zwei Jahre nach der Meldung der ersten Fälle dauert die Cholera-Epidemie im Südsudan weiter an. Seit September 2024 wurden 112.148 Fälle und 1.723 Todesfälle gemeldet. Obwohl die Übertragungsrate zurückgegangen ist, werden weiterhin aktive Fälle gemeldet. Gleichzeitig dauern Ausbrüche von Mpox, Masern, Hepatitis E und Polio an.