Im Jahr 2027 muss dazu die Wendeanlage am Hauptbahnhof vorübergehend außer Betrieb genommen werden, wie die Stadt Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte. Während der Sperrung soll die U5 nur zwischen Preungesheim und der Konstablerwache verkehren. Wie lange die Einschränkung dauern wird, ist nach Angaben der Stadt noch unklar.
Das Projektteam prüfe derzeit die Dauer der notwendigen Arbeiten. Im Zuge des Ausbaus müssen im Anschlussbereich am Hauptbahnhof Gleisanlagen zurück- und neugebaut sowie zahlreiche technische Systeme installiert und erneuert werden. Dazu zählen unter anderem Anlagen für die Stromversorgung, Beleuchtung, Kommunikation und Zugsicherung. Insgesamt sollen im kommenden Jahr rund 60.000 Meter Kabel verlegt werden.
Dabei seien 85 verschiedene Kabeltypen und zehn Auftragnehmer zu koordinieren, hieß es. Die Baustelle befindet sich rund 17 Meter unter der Erde.
Der Zugang zum Anschlussbereich erfolgt ausschließlich über das bestehende Streckennetz der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Auch an anderen Stellen der 2,7 Kilometer langen Neubaustrecke gibt es nach Angaben der Stadt Fortschritte. Die Decke der unterirdischen Station Güterplatz sei inzwischen geschlossen und überschüttet worden, der Bau des Bahnsteigs habe begonnen.
Im oberirdischen Streckenabschnitt an der Europa-Allee seien bereits erste Gleise entstanden. Mit der Verlängerung erhält das Europaviertel vier neue Stationen. Neben der unterirdischen Station Güterplatz sind drei oberirdische Haltestellen vorgesehen.
Die Strecke führt vom Hauptbahnhof über die Europa-Allee bis in den westlichen Teil des Viertels.