Zugleich beobachtet der Tui-Chef, dass Urlauber stärker auf ihr Geld achten. "Es wird später gebucht, und Familien prüfen zweimal, weil das Geld nicht mehr so locker sitzt", sagte er. Die Entwicklung hänge stark mit der wirtschaftlichen Lage zusammen. Sollte sich daran nichts ändern, könne es wie in anderen Branchen zu einer Marktkonsolidierung kommen, so Ebel.
Für das kommende Jahr stellt er sich auf steigende Urlaubspreise ein. "Urlaub wird teurer, vor allem wenn die Treibstoffpreise hoch bleiben", so der Tui-Chef. Allerdings gebe es weiterhin zahlreiche preisattraktive Reiseziele. Wer nach Spanien oder Griechenland reisen wolle, werde wahrscheinlich mehr bezahlen müssen als Urlauber, die sich für Ägypten, Bulgarien, Rumänien, die Kapverden oder die Dominikanische Republik entschieden.
Familien, die günstig verreisen wollten, riet Ebel, bei der Wahl des Reiseziels auf das eigene Budget zu achten und möglichst flexibel bei den Reisezeiten zu sein. "Wer außerhalb der Ferien reisen kann, etwa im November oder Februar, hat bessere Chancen auf günstigere Preise, weil die Nachfrage dann häufig geringer ist", so der Tui-Vorstandschef. Wer nicht flexibel sei, solle möglichst früh buchen.