Geologische Formationen in Südbayern könnten einer Studie zufolge große Mengen Wasserstoff speichern und so eine Alternative zu norddeutschen Salzkavernen bieten. Das teilte die Technische Universität München (TUM) mit. Demnach bieten bestehende Erdgas-Porenspeicher im Alpenvorland, etwa in Bierwang und Inzenham, ein erhebliches Potenzial.
Die Forschenden schätzen das Speicherpotenzial in allen betrachteten Lagerstätten auf derzeit 12,6 bis 25,2 Terawattstunden.
Die Speicherkapazitäten der norddeutschen Salzkavernen werden vom Nationalen Wasserstoffrat zum Vergleich mit etwa 33 Terawattstunden angegeben. Die Infrastruktur an den südbayerischen Standorten sei weitgehend vorhanden, da sie bisher für Erdgas genutzt wurde.
Die Studie mit dem Titel 'SpeicherCHeck' wurde im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums von der TUM in Kooperation mit der Montanuniversität Leoben erstellt und läuft bis 2027. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte die strategische Bedeutung der Speicher für den Aufbau einer Wasserstoffversorgung und die Energiewende.
Studie sieht großes Wasserstoffspeicherpotenzial in Südbayern
über dts Nachrichtenagentur
10. April 2026 - 09:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland