Eine neue Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) zeigt, dass Baden-Württemberg bei anziehender Konjunktur und steigenden Investitionen einen erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften haben wird. Das teilte Arbeitsagentur am Montag mit.
Die Untersuchung im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit analysierte die Jahre 2008 bis 2023 und kommt zu dem Schluss, dass Erweiterungsinvestitionen und Produktinnovationen den Fachkräftebedarf steigern.
Martina Musati, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, wies auf die demografische Herausforderung hin. In den nächsten zehn Jahren werden im Südwesten etwa 1,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Die nachrückenden Jahrgänge seien im Schnitt um knapp 40 Prozent kleiner. Daher sei es entscheidend, jetzt in Aus- und Weiterbildung zu investieren, teilte Musati mit.
Laut der Studie ist der Anteil der Betriebe mit Investitionen zwischen 2008 und 2023 von über 60 auf unter 50 Prozent gesunken. Positiv sei jedoch, dass mehr als die Hälfte der investierenden Unternehmen auf wachstumsfördernde Erweiterungsinvestitionen setze. Gleichzeitig stieg der Anteil innovativer Betriebe von knapp 40 auf rund 50 Prozent. Bereits heute hat fast jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg einen akademischen Abschluss, mehr als im Bundesdurchschnitt.
Studie: Wirtschaftswachstum im Südwesten erfordert mehr Fachkräfte
über dts Nachrichtenagentur
19. Januar 2026 - 09:35 Uhr
Von Peter Heidenreich