Die junge Generation sei wütend auf die Menschen, die ihr nicht zuhörten und Politik über sie, aber nicht mit ihr machten. Es gehe dabei um marode Schulen, um die Rente und den Arbeitsmarkt. Viele Jüngere rechneten nicht mehr damit, dass es ihnen einmal besser gehen werde als ihren Eltern. Das sei ein Glaube, der sich gerade in Luft auflöse und entzaubert werde.
Von den Protesten am kommenden Samstag hatte sich die Schülerorganisation distanziert. Zur Begründung sagte Kirchhoff, die Organisationsstrukturen hinter der Initiative "Gen Z regelt" seien unklar. Zudem teile sie die Sorge vor Krawallen. "Gewalt" sei "keine Lösung an der Stelle", sondern man müsse "hier ins Gespräch gehen". Die ältere Generation müsse Verantwortung übernehmen, zuhören und umsetzen, was junge Menschen sich wünschten. Friedliche Proteste unterstütze die Schülerorganisation genauso wie das grundlegende Anliegen. Die Wut, die Frustration und der Wunsch nach mehr Investitionen, vor allem in den Bereich Bildung, das wolle man "auf alle Fälle mittragen".