Schockanrufer erbeuten Goldmünzen im Wert von 175.000 Euro

Schockanrufer erbeuten Goldmünzen im Wert von 175.000 Euro - (Foto: Archivbild von dts)

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen drei mutmaßliche Schockanrufer erhoben. Den polnischen Staatsangehörigen im Alter von 25, 20 und 19 Jahren wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Sie sollen als Abholer und Logistiker für eine international agierende Bande gearbeitet haben, teilte die Behörde am Freitag mit. Die Tätergruppe soll gezielt ältere Menschen in Offenbach, Frankfurt am Main und Idar-Oberstein angerufen und ihnen vorgegaukelt haben, ihre Angehörigen hätten einen schweren Unfall verursacht.

Nur durch die Zahlung einer Kaution könne eine Untersuchungshaft abgewendet werden. Im August 2025 erbeuteten die Betrüger auf diese Weise von einem 86-Jährigen in Offenbach 50 Krügerrand-Münzen im Gesamtwert von 175.000 Euro. Der 19-jährige Angeschuldigte soll die Münzen persönlich abgeholt haben. In einem weiteren Fall im September 2025 sollte eine 84-Jährige in Idar-Oberstein 50.000 Euro zahlen.

Die Übergabe konnte jedoch durch die Festnahme einer Mittäterin verhindert werden. Im November 2025 schlugen die Ermittler dann endgültig zu: Die drei Angeschuldigten wurden nach der Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen an eine 88-jährige Frau in Frankfurt festgenommen. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage wurde zur Jugendstrafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main erhoben.


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