Die SPD weist die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an ihren Steuerplänen zurück. "Eine stärkere Besteuerung von sehr hohen Einkommen durch eine Anhebung der Reichensteuer wäre ein gerechtes Vorgehen und kein Ausquetschen einer Zitrone", sagte Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).
Wiese ergänzte: "Eine Steuerreform im Hinblick auf kleine und mittlere Einkommen haben wir fest im Koalitionsvertrag vereinbart." Dabei sei es auch sinnvoll, den Spitzensteuersatz erst später greifen zu lassen, um die arbeitende Mitte im Land zu entlasten.
"Das muss dann aber gegenfinanziert werden", so der SPD-Politiker. Eine Entlastung "für sehr, sehr viele" funktioniere nur "bei gleichzeitiger Heranziehung sehr, sehr hoher Einkommen".
Merz hatte den Plänen des Koalitionspartners SPD, die Steuern für Spitzenverdiener und Erben zu erhöhen, zuvor eine klare Absage erteilt. Merz sagte im Politik-Podcast "Machtwechsel": "Die Zitrone ist ziemlich ausgequetscht."
SPD weist Merz-Kritik an Steuerplänen zurück
über dts Nachrichtenagentur
18. Februar 2026 - 08:36 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland