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SPD kritisiert ungenutztes Windkraft-Potenzial in NRW

SPD kritisiert ungenutztes Windkraft-Potenzial in NRW - (Foto: Ruhrgebiet (Archiv))
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. hat die Zahlen zum Wind- und Solarenergieausbau für 2025 veröffentlicht. André Stinka, energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, äußerte sich am Montag dazu und sagte, dass die guten Ausbauzahlen bei der Windkraft zwar begrüßt werden, jedoch das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Mit einem Nettozubau von 210 Windkraftanlagen habe die Landesregierung im vergangenen Jahr die Zielvorgaben erreicht.
Dennoch sei die Anzahl der Genehmigungen mit 987 nicht ausreichend, da ein Windkraftmoratorium seit Februar 2025 etwa 1.100 Windenergievorhaben blockiert habe. Stinka sagte zudem, dass der Netzausbau ebenfalls ein großes Problem darstelle. Wenn die neuen Kapazitäten nicht in der Industrie oder im Haushalt ankommen, seien sie unbrauchbar und würden die Systemkosten für Verbraucher und Wirtschaft erhöhen. Er fordert die Landesregierung auf, den Netzausbau voranzutreiben und die Kosten fair zu verteilen. In der kommenden Woche wird der aktuelle Netzentwicklungsplan im Wirtschaftsausschuss des Landtags vorgestellt, wo die SPD-Fraktion nachhaken wird. Ein Vergleich mit den bundesweiten Ergebnissen zeigt, dass NRW noch viel zu tun hat. Während der Strommix im Bund 2025 zu mehr als 57 Prozent aus erneuerbaren Energien bestand, lag der Anteil in NRW bei knapp 30 Prozent. Stinka kritisiert, dass die Erzeugung von Kohlestrom in NRW in jedem Monat über der von Wind- und Solarenergie lag. Er fordert einen schnelleren Ausbau von Stromspeichern, um die Lücke zwischen Windkraftausbau und Netzausbau zu schließen und grünen Strom verfügbar zu machen.

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