Die sozialpolitische Sprecherin der SPD im Landtag, Dorothea Kliche-Behnke, hat die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg scharf kritisiert. Sie wirft ihr vor, das Problem der Wohnungslosigkeit nur als "bedauerliche Randnotiz" zu behandeln, während die Zahl der Hilfesuchenden einen neuen Höchststand erreicht habe.
Kliche-Behnke verwies auf die aktuelle Stichtagserhebung der Liga, die die prekäre Lage als Ergebnis langjähriger politischer Entscheidungen beschreibe. Sie forderte mehr Steuerung und verlässliche Finanzierung durch das Land, um Hilfesysteme besser zu vernetzen.
Besonders der steigende Anteil wohnungsloser Frauen mache spezielle Angebote nötig.
Als bestes Mittel gegen Wohnungslosigkeit nannte die Politikerin ausreichend bezahlbaren Wohnraum. Die SPD fordere dafür mehr Wohnungen in öffentlicher Hand, eine Bindungsfrist von mindestens 30 Jahren für Sozialwohnungen und eine Ausweitung der Mietpreisbremse. Sparmaßnahmen der Kommunen dürften nicht zu Lasten der Angebote für Wohnungslose gehen.
SPD kritisiert Landesregierung wegen Umgang mit Wohnungslosigkeit
über dts Nachrichtenagentur
10. Februar 2026 - 18:05 Uhr
Von Peter Heidenreich