Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hat die frühkindliche Bildungspolitik der schwarz-grünen Landesregierung scharf kritisiert. Die familienpolitische Sprecherin der Fraktion, Dennis Maelzer, und die schulpolitischen Sprecherin, Dilek Engin, sagten, dass das neue Kinderbildungsgesetz zu größeren Gruppen und schlechteren Personalstandards in Kitas führe. Zudem sei die geplante Einführung von sogenannten ABC-Klassen an Grundschulen ein kostspieliger und inhaltlich falscher Weg.
Maelzer erklärte, die Politik der Landesregierung gefährde das Wohl der Kinder.
Statt auf neue Parallelstrukturen zu setzen, brauche es ein 'Chancenjahr' direkt in der Kita, um Sprachförderung und soziale Entwicklung im vertrauten Umfeld zu stärken. Die geplanten ABC-Klassen verschlängen jährlich rund 100 Millionen Euro allein für Schülertransporte.
Engin bezeichnete die ABC-Klassen als 'bildungspolitischen Irrweg', der zu einer frühen Selektion von Kindern führe. Die SPD stehe für gut ausgestattete Grundschulen und individuelle Förderung im Unterricht, nicht für zusätzliche Belastungen der Familien. Die entsprechenden Anträge der SPD wurden am Donnerstag im Landtagsplenum debattiert.
SPD kritisiert Kita-Politik der Landesregierung
über dts Nachrichtenagentur
19. März 2026 - 09:55 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland