Die SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg hat die Landesregierung aufgefordert, ihre Programme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren im Internet deutlich auszubauen. Das teilte die schulpolitische Sprecherin Katrin Steinhülb-Joos am Freitag mit. Hintergrund ist eine Kleine Anfrage, die sich insbesondere mit Risiken auf der Spieleplattform Roblox beschäftigte.
Demnach ist die Zahl der Straftaten gegen Minderjährige in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen.
Besonders auffällig sei der Anstieg bei Taten, die übers Internet oder über digitale Endgeräte begangen wurden. Diese hätten sich von 2022 bis 2024 fast verdoppelt. Als besonders problematisch wird die Plattform Roblox genannt, deren Altersfreigabe erst vor einem Jahr von 12 auf 16 Jahre angehoben wurde.
Die SPD-Politikerin forderte, bestehende Aufklärungsprogramme bekannter zu machen und im neuen Schulfach Informatik und Medienbildung zu verankern. Zudem verlangt sie die Einrichtung einer Ombudsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt. Der Landesregierung ist laut ihrer Antwort auf die Anfrage ein Fall bekannt, bei dem ein Mann vor dem Landgericht Heidelberg wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, wobei die Taten teilweise im Zusammenhang mit Roblox standen.
SPD fordert mehr Schutz für Jugendliche vor Gefahren in Onlinespielen
über dts Nachrichtenagentur
02. Januar 2026 - 13:26 Uhr
Von Peter Heidenreich