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SPD fordert mehr Investitionshilfen für Pflegeheime in NRW

SPD fordert mehr Investitionshilfen für Pflegeheime in NRW - (Foto: SPD-Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen (Archiv))
Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Investitionsförderung für Pflegeheime zu erhöhen, um die Eigenanteile der Bewohner zu senken. Dies teilten die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lisa Kapteinat und der Gesundheitsexperte Torsten Klute am Donnerstag mit. Sie verwiesen auf aktuelle Zahlen des Verbands der Ersatzkassen, wonach der monatliche Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz in Nordrhein-Westfalen bei durchschnittlich 3.582 Euro liege und damit im Vergleich zum Vorjahr um 270 Euro gestiegen sei. Kapteinat kritisierte, dass Pflege für Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) offenbar kein Thema mehr sei und die Bundesministerin sich in "Kommissionsschleifen" verheddere. "Mehr Investitionsförderung durch das Land in NRW würde sofort geringere Eigenanteile für Pflegebedürftige bedeuten", sagte sie.
Die SPD sieht in der Förderung der Investitionskosten eine direkte Stellschraube, um die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen zu verringern. Klute wies darauf hin, dass die steigenden Kosten zunehmend auf die Kommunen abgewälzt würden, wenn sich Menschen den Heimplatz nicht mehr leisten könnten. Er forderte zudem einen stärkeren Fokus auf die ambulante Pflege und die Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Fraktion werde in der kommenden Plenarwoche einen entsprechenden Antrag mit dem Titel 'Eine bessere Pflege für NRW' einbringen, kündigte er an.

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