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SPD-Spitzenkandidat fordert 5.000 Euro für jedes Neugeborene

SPD-Spitzenkandidat fordert 5.000 Euro für jedes Neugeborene - (Foto: Jochen Ott (Archiv))
Der frisch gekürte Spitzenkandidat der NRW-SPD für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, hat im Falle eines Wahlsiegs die Einführung eines Startkapitals für alle neugeborenen Kinder versprochen. Ott sagte der "Rheinischen Post" (Montag): "Ich will NRW zum familienfreundlichsten Bundesland machen." Er werde dafür sorgen, "dass das Land die Patenschaft für jedes neugeborene Kind übernimmt und es mit der Geburt 5.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommt". Der Betrag werde in einem Fonds der NRW-Bank angelegt, die dann damit arbeiten könne.
Ab dem 18. Lebensjahr werde er dann ausgezahlt. "Das leistet einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit, gerade für die jungen Erwachsenen." Ott geht trotz der schlechten Umfragewerte davon aus, dass er der nächste Ministerpräsident von NRW werden kann. "Keiner hat Olaf Scholz 2021 eine Chance ausgerechnet. Am Ende war er Bundeskanzler. Keiner hat Hannelore Kraft 2010 eine Chance gegeben, am Ende ist sie Ministerpräsidentin geworden. Und später ging es Armin Laschet genauso." Deshalb sei es gut, dass man jetzt früh Klarheit habe. "Es ist eine reizvolle Aufgabe, Ministerpräsident von NRW zu werden", sagte Ott. "Wenn man in NRW ein Amt übernimmt - als Parteivorsitzende, Fraktionschef, Bundesministerin oder Oberbürgermeister - dann zählt man automatisch zu denjenigen, die infrage kommen. Man muss dann bereit sein, Verantwortung zu übernehmen." Aber natürlich habe er das für sich selbst gut abgewogen. "Die kommenden 15 Monate werden kein Pappenstiel werden." Auf die Frage, ob es nicht organisatorisch naheliegend sei, dass Ott jetzt auch in die Landesspitze der Partei aufrücke - beispielsweise für Achim Post, sagte er: "Sarah Philipp, Achim Post, unser Generalsekretär Freddy Cordes und ich verstehen uns als Mannschaft und haben die Landtagswahl 2027 fest im Blick. Wir wollen NRW wieder gerecht machen. Dafür haben wir einen Plan und den verfolgen wir jetzt Stück für Stück."

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