Die rot-grünen Regierungsfraktionen in Hamburg wollen das städtische Netz von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen systematisch verbessern. SPD und Grüne haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der eine Analyse der bestehenden Biotope und die Schließung von Lücken zwischen ihnen vorsieht. Über den Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft am 25. März.
Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Lisa Maria Otte, sagte, dass dichte Bebauung und Verkehrswege viele Naturräume in der Stadt voneinander abschnitten. Dies behindere etwa wandernde Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichgewässern.
Isolierte Lebensräume führten langfristig zu einem schrumpfenden Genpool und machten Tierpopulationen anfälliger für Krankheiten. Ziel sei es, durch gezielten Flächenankauf und Aufwertung ein vernetztes System aus Lebensräumen zu schaffen.
Der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Alexander Mohrenberg, betonte, angesichts des weltweiten Artensterbens sei die Vernetzung natürlicher Lebensräume besonders wichtig. Künftig solle nicht nur die Größe, sondern vor allem die Qualität und Vernetzung von geschützten Flächen relevanter werden. Auf Basis einer Fachgrundlage der Umweltbehörde sollen kritische Lücken identifiziert und konkrete Maßnahmenvorschläge entwickelt werden.
Rot-Grün will Biotopverbund in Hamburg stärken
über dts Nachrichtenagentur
15. März 2026 - 10:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland