Rheinland-Pfalz fordert mehr Schutz für Kinder und Familien

Rheinland-Pfalz fordert mehr Schutz für Kinder und Familien - (Foto: Kinder in einer Schule (Archiv))
Rheinland-Pfalz hat sich auf der Jugend- und Familienministerkonferenz in Frankfurt für eine Stärkung der Demokratiebildung, einen besseren digitalen Jugendschutz und mehr Unterstützung für Pflegefamilien eingesetzt. Das hat Jugend- und Familienministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mitgeteilt. „Kinder, Jugendliche und Familien brauchen einen starken Staat an ihrer Seite – analog wie digital“, sagte die Ministerin. Im Mittelpunkt der Beratungen stand unter anderem das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Nach Ansicht von Rheinland-Pfalz brauchen die Projektträger nach Monaten der Unsicherheit nun verlässliche Finanzierung und Planungssicherheit.
Zugleich müssten bewährte Strukturen wie Landesdemokratiezentren oder Partnerschaften für Demokratie gestärkt werden. Auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum sei ein zentrales Anliegen, so die Ministerin. Schutz, Medienkompetenz und demokratische Bildung müssten gemeinsam gedacht werden, um junge Menschen im Umgang mit Desinformation und digitalen Risiken zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt war die bessere Unterstützung von Pflegefamilien. Bätzing-Lichtenthäler forderte, dass künftig auch Pflegeeltern Elterngeld erhalten sollten. „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit“, betonte sie. In Rheinland-Pfalz gibt es rund 5.000 Pflegeverhältnisse. Der Bundesrat hatte bereits im November 2025 auf Initiative von Rheinland-Pfalz die Einführung eines Elterngeldanspruchs für Pflegeeltern gefordert.

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