Rassismus gegen Moderator in Hamburg: Solidaritätsbekundungen für Linke nicht ausreichend

Rassismus gegen Moderator in Hamburg: Solidaritätsbekundungen für Linke nicht ausreichend - (Foto: Linken-Parteitag (Archiv))
Nach rassistischen Anfeindungen gegen den Radio-Hamburg-Moderator Isaac Hoffmann in den Kommentaren zu einem Werbeposting hat der Sender klare Haltung bezogen. Katharina Fegebank von den Grünen und Peter Tschentscher von der SPD haben daraufhin ihre Solidarität ausgedrückt. Handlungsvorschläge oder die Ankündigung von Konsequenzen bleiben jedoch aus Sicht der Linken aus. Marie Kleinert, medienpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, hat betont, dass die Hetze gegen Isaac Hoffmann zeigt, wie dringend gehandelt werden muss.
Sie kritisierte, dass es nicht ausreicht, die Vorfälle als „absolut beschämend“ zu bezeichnen. Auch das „laut und deutlich Widersprechen“ bringe keine Lösung. Rassistische Angriffe seien ein Symptom einer toxischen Online-Kultur, die von den Plattformen geduldet werde und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährde. Kleinert fordert eine konsequente Bekämpfung des strukturellen Rassismus. Dazu gehöre die sofortige Löschung von Hasskommentaren, Strafverfolgung und die Umsetzung des Digital Services Act. Der Senat müsse jetzt handeln, indem er schnelle Meldestellen für Betroffene einrichtet und eng mit Bundesbehörden wie der Bundesnetzagentur kooperiert, um Druck auf die Tech-Plattformen auszuüben, damit Hassrede im Netz nicht länger profitabel sei.

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