Nach Angaben der Ermittler ereignete sich der Vorfall am 25. Oktober gegen 20:59 Uhr am Gropiusring 10 bis 12. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge gingen der 21-Jährige und sein zwei Jahre älterer Begleiter von der Fehlinghöhe durch einen Durchgang zum Gropiusring. Am Ende des Durchgangs hätten sich zu diesem Zeitpunkt bis zu etwa 20 Männer befunden und miteinander gestritten.
Beim Passieren der Gruppe seien der 21- und der 23-Jährige unvermittelt angegriffen worden. Im weiteren Verlauf habe offenbar eine Person aus der Gruppe heraus mit einer scharfen Waffe auf den 21-Jährigen geschossen.
Auf den 23-Jährigen sei mit einer Reizgaspistole gezielt und geschossen worden, woraufhin er geflüchtet sei. Rettungswagenbesatzungen versorgten die Geschädigten zunächst am Einsatzort. Der 23-Jährige erlitt eine Augenreizung und konnte nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen werden.
Der 21-Jährige erlitt unter anderem einen Durchschuss im linken Unterschenkel und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Lebensgefahr bestand nicht.
Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit zwei Dutzend Funkstreifenwagenbesatzungen, darunter auch ein Diensthundführer, führten nicht zum Antreffen tatverdächtiger Personen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen am Tatort, die noch in der Nacht von der Mordkommission (LKA 41) in Abstimmung mit der Abteilung für Kapitaldelikte bei der Staatsanwaltschaft übernommen wurden.
Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder anderweitig Hinweise zu beteiligten Personen geben können.