Polizei nimmt 152 Tatverdächtige nach Ausschreitungen bei Bundesligaspiel in Dortmund fest

Polizei nimmt 152 Tatverdächtige nach Ausschreitungen bei Bundesligaspiel in Dortmund fest - (Foto: Fans von Borussia Dortmund (Archiv))
Nach dem Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV ist es am Samstag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Polizei Dortmund teilte am Montag mit, dass sie insgesamt 152 Tatverdächtige vorläufig festgenommen habe. Die Mehrheit der 81.365 Zuschauer im Signal-Iduna-Park habe sich friedlich verhalten, doch bereits am Nachmittag seien in der Innenstadt zwei Raubüberfälle auf HSV-Fans verübt worden. Nach Spielende habe eine rund 300 Personen starke, größtenteils vermummte Gruppe von Dortmunder Fans Reisebusse der Gästefans im Kreuzungsbereich Klönnestraße/Güntherstraße angehalten und mit Gegenständen beworfen.
Es sei zu wechselseitigen Körperverletzungen und Landfriedensbrüchen gekommen. Erst das Eingreifen der Polizei konnte die Straßenschlacht beenden. Während die Dortmunder Fans flohen, wurden 16 Personen vorläufig festgenommen. Später stellten Beamte bei einer Kontrolle an der Walther-Kohlmann-Straße die Identität von 136 Businsassen fest. Insgesamt leitete die Polizei 34 Strafverfahren ein, unter anderem wegen Raubes, Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Alle 152 Festgenommenen erhielten einen Platzverweis. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei betonte, sie werde konsequent gegen Straftäter vorgehen, die Fußballspiele als rechtsfreie Räume betrachteten.

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