Das zentrale Beschwerde-Telefon "Pflege-SOS Bayern" hat sich nach Angaben der bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) zu einer wichtigen Säule für die Pflegequalität im Freistaat entwickelt. Seit der Einführung im März 2022 habe es mehr als 3.600 Kontaktaufnahmen gegeben, teilte das Ministerium am Freitag in München mit. Darunter seien knapp 2.000 einrichtungsbezogene Beschwerden, rund 1.400 Informationsanfragen und knapp 200 Beschwerden über das Gesundheitssystem im Allgemeinen gewesen.
Die Ministerin wies darauf hin, dass die Zahl der Kontaktaufnahmen von Jahr zu Jahr steige.
Im Jahr 2025 habe es mit 1.073 Kontakten eine Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (934) gegeben. "Das zeigt eine sehr hohe Akzeptanz der Hotline als niederschwellige und vertrauenswürdige Anlaufstelle gerade auch in heiklen Fragen", so Gerlach. Die Beschwerden im vergangenen Jahr hätten sich beispielsweise um knappe Einsatzplanung, die fachliche Eignung von Personal oder unzureichende grundpflegerische Versorgung gedreht.
Das "Pflege-SOS Bayern" wird vom Landesamt für Pflege betreut und ist montags bis donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr sowie freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 09621/966 966 0 erreichbar. Zudem besteht die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über ein Online-Formular oder per E-Mail. Jeder Beschwerde werde unverzüglich nachgegangen, betonte die Ministerin, wobei sie zugleich klarstellte, dass die allermeisten Pflegekräfte in Bayerns mehr als 1.500 Pflegeheimen herausragende Arbeit leisteten.
Pflege-SOS Bayern verzeichnet über 3.600 Kontaktaufnahmen seit 2022
über dts Nachrichtenagentur
06. März 2026 - 09:10 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland