Die Initiative NOlympia hat nach eigenen Angaben erfolgreich Unterschriften für eine olympiakritische Stellungnahme im anstehenden Referendum gesammelt. Mit 19.423 Unterschriften übergab die Initiative am Samstag fast doppelt so viele Unterschriften wie nötig an den Landeswahlleiter, wie die Aktivisten mitteilten. Damit wird den Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg am 31. Mai eine kritische Position beigefügt.
Clara Ihring, Pressesprecherin von NOlympia Hamburg, erklärte, man sei überwältigt von der Unterstützung. 'Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden, das Geld in die Kassen weniger spült, während die Mehrheit der Hamburger unter den Folgen leidet', sagte Ihring.
Sie verwies auf marode Schulen, soziale Einrichtungen in der Krise und unterfinanzierte Hochschulen. 'Olympia bringt die Hamburger nicht zusammen. Olympia spaltet die Stadt', so ihr Fazit.
Eckart Maudrich, ebenfalls Pressesprecher der Initiative, kritisierte ungleiche Bedingungen im Abstimmungsprozess. Während die Initiative ihre Stellungnahme seit Mitte Januar nicht mehr ändern dürfe, könnten Senat und Bürgerschaft dies bis kurz vor Drucklegung im April tun. Zudem plane der Senat mit einem '1000-fachen unserer Spendenmittel' in den Kampf um die öffentliche Meinung zu ziehen. 'Das mag man demokratisch finden. Wir finden es olympisch - also nicht Fairplay', sagte Maudrich. Das Referendum am 31. Mai ist nach 2015 das zweite seiner Art in Hamburg.
Olympiagegner sammeln fast 20.000 Unterschriften für Referendum in Hamburg
NOlympia Hamburg, Text: über dts Nachrichtenagentur
21. Februar 2026 - 13:05 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland