Das Ziel dürfte sein, die ukrainische Bevölkerung zu zermürben und die ukrainische Wirtschaft massiv zu schwächen. Während der Kreml das erste Ziel in den vergangenen Jahren nicht erreicht hat, werden die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Ukraine tatsächlich größer.
Experten rechnen mit einem nur noch schwachen Wirtschaftswachstum von gerade einmal 1,1 Prozent. Die ökonomische Lage verschärfe sich, warnte Kirchner: Das Wachstum dürfte geringer ausfallen und werde hauptsächlich von der starken Militärproduktion getrieben.
Hintergrund sind Russlands jüngste Angriffswellen gegen Lagerhäuser, Medikamenten-Depots, Supermärkte und insbesondere Stahlwerke. So wurden die Anlagen von Zaporizhstal im Südosten der Ukraine seit Mitte August gleich vier Mal gezielt angegriffen, zuletzt am 17. September. Bereits im August brach die Stahlproduktion in der Ukraine deshalb um mehr als 57 Prozent zum Vorjahresmonat ein.