Nordrhein-Westfalen verdoppelt Zahl der Arbeitsstipendien für freie Filmszene

Nordrhein-Westfalen verdoppelt Zahl der Arbeitsstipendien für freie Filmszene - (Foto: Sitze in einem Zuschauersaal (Archiv))
Düsseldorf - Die Zahl der Arbeitsstipendien für die Entwicklung künstlerischer Spiel- und Dokumentarfilme in Nordrhein-Westfalen steigt ab 2027 von vier auf acht. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilte am Montag mit, dass das Land damit seine Unterstützung für die freie Filmszene ausbaut. Als Grund nennt das Ministerium die anhaltend hohe Zahl qualitativ herausragender Bewerbungen und den großen Förderbedarf unter unabhängigen Filmschaffenden; 2025 und im laufenden Jahr gingen jeweils 160 Bewerbungen ein. Die Stipendien sind jeweils mit 9.900 Euro dotiert und sollen unkonventionelle Ideen sowie eigenständige künstlerische Ansätze im Spiel- und Dokumentarfilm fördern.

Sie sichern insbesondere die finanziell schwierige Anfangs- und Vorbereitungsphase neuer Filmprojekte ab. Kulturministerin Ina Brandes erklärt, die große Resonanz zeige, wie wichtig die frühe Projektphase für anspruchsvolle Filmproduktionen sei.

Mit dem Anschub-Stipendium würden künstlerischer Freiraum und gute Arbeitsbedingungen für Künstler der freien Filmszene geschaffen. Filmschaffende können sich ab Montag, 26. Oktober, auf eines der acht Stipendien bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 14. Dezember.

Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren organisiert das Filmbüro NW in Kooperation mit dem Filmfestival DOXS RUHR; unabhängige Fachjurys entscheiden über die Vergabe. Informationen zu den Voraussetzungen und zum Verfahren gibt es auf den Internetseiten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und des Filmbüros NW.