Die schwarz-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzentwurf für verbindliche vorschulische Sprachförderung eingebracht. Ab dem Schuljahr 2028/29 sollen Kinder, die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, in sogenannten ABC-Klassen gefördert werden, teilten die schulpolitischen Sprecherinnen von CDU und Grünen, Claudia Schlottmann und Lena Zingsheim-Zobel, am Donnerstag mit.
Dazu wird die Schulanmeldung vom Herbst auf das Frühjahr vorgezogen. Im Frühjahr 2028 werden erstmals landesweit alle Kinder nach einem einheitlichen Standardverfahren auf ihre Sprachkompetenz getestet.
Schlottmann verwies darauf, dass fast jedes dritte Kind in Nordrhein-Westfalen bei der Schuleingangsuntersuchung zeige, die deutsche Sprache nicht ausreichend zu beherrschen.
Das Konzept lehnt sich an ein Modell aus Hessen an und soll die Arbeit der Kitas ergänzen, nicht ersetzen. Die Kosten für Lehrerstellen, Räume und Ausstattung trägt nach Angaben der Koalition das Land. Zingsheim-Zobel betonte, mit den ABC-Klassen werde ein starkes Signal für mehr Chancengerechtigkeit von Anfang an gesetzt.
Nordrhein-Westfalen führt verbindliche ABC-Klassen für sprachschwache Kinder ein
über dts Nachrichtenagentur
19. März 2026 - 15:05 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland