Die bayerische Landeshauptstadt München soll Standort für ein großes Demokratieforschungszentrum werden Das berichtet der "Focus" unter Berufung auf den Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Matthias Tschöp.
Der Wissenschaftler hat das millionenschwere Projekt demnach auf einer Veranstaltung des Burda-Konzerns angekündigt. Das Demokratieforschungszentrum werde ein "europäisches Signalprojekt", sagte Tschöp. Es solle ein Ort sein, an dem erforscht werde, wie Demokratien unter digitalem Stress funktionierten, wie Desinformation wirke, wie Vertrauen entstehe, wie Institutionen resilient würden und wie Freiheit, Öffentlichkeit und Verantwortung im 21. Jahrhundert neu zusammengedacht werden müssten.
Das Projekt entstehe aus der LMU heraus, unter anderem mit so bekannten Professoren wie Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, und dem Soziologen Armin Nassehi.
Mit dem Zentrum will die LMU einen "sichtbaren Ort der Begegnung" schaffen.
"München hat ein Zukunftspotenzial wie kaum ein anderer Standort in Europa - vielleicht weit darüber hinaus", sagte Tschöp. "Wir können hier ein europäisches Zukunftsmodell schaffen. Einen Gegenentwurf zu einem Silicon Valley. München kann zeigen: Exzellenz und Menschlichkeit gehören zusammen. Aber dafür müssen wir es wollen. Und dafür müssen wir den Mut haben, gemeinsam groß zu denken."
Neues Demokratieforschungszentrum soll in München entstehen
über dts Nachrichtenagentur
06. Mai 2026 - 16:50 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland