Nordrhein-Westfalen kann nach einer neuen Studie trotz steigender Bautätigkeit den Abbau von Kies und Sand reduzieren. Das geht aus dem ersten Rohstoffmonitoring-Bericht des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor, den das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium am Montag vorgestellt hat. Die Studie soll künftig alle zwei Jahre erscheinen und zeigt auf, wie ein geringerer Rohstoffabbau möglich ist. Laut dem Bericht wird der Bedarf an Kies und Sand bis 2035 in allen betrachteten Szenarien zurückgehen, im wahrscheinlichsten Szenario um rund 8 Prozent.
Dies entspricht einem jährlichen Rückgang von 0,6 Prozent. Grund dafür seien Effizienzgewinne, eine höhere Rohstoffproduktivität und die verstärkte Nutzung von recycelten Baustoffen. Die Versorgungssicherheit bleibe dabei gewährleistet. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, mit mehr Effizienz, Recycling und zirkulären Prozessen reduziere man den Ressourcenbedarf und stärke die Resilienz des Landes. Das Ministerium arbeite bereits an Maßnahmen zur Erhöhung des Recyclinganteils, die in eine neue Kreislaufwirtschaftsstrategie für NRW einfließen sollen.