NRW will Rauchverbot auf E-Zigaretten und Cannabis ausweiten

NRW will Rauchverbot auf E-Zigaretten und Cannabis ausweiten - (Foto: Raucherin (Archiv))
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will den Nichtraucherschutz deutlich verschärfen. Das Kabinett hat am Dienstag eine Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes auf den Weg gebracht, wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mitteilte. Künftig soll das Rauchverbot auch für E-Zigaretten wie Vapes, Tabakerhitzer und den Konsum von Cannabisprodukten gelten. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betonte, damit werde ein einheitlicher Schutz vor dem Passivrauchen auf dem bisherigen Niveau geschaffen.
Die Verbote sollen an den gleichen Orten wie bisher gelten, nun aber unabhängig von der Art des Konsums. Auch von Tabakerhitzern oder E-Zigaretten gehe eine Gesundheitsgefahr aus, so Laumann. Zudem stelle man klar, dass dort, wo Tabakkonsum verboten sei, auch kein Cannabis konsumiert werden dürfe. Als Begründung verwies das Ministerium auf die veränderten Konsumgewohnheiten seit der letzten Gesetzesanpassung 2012. Der Dampf von E-Zigaretten gebe laut Deutschem Krebsforschungszentrum gesundheitsschädliche Aerosole ab. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung sehe Gesundheitsrisiken für Dritte. Beim Cannabis-Konsum fehle trotz Bundesgesetz ein allgemeiner Schutz vor Passivrauch-Gefahren. Der Gesetzentwurf geht nun in die Verbändeanhörung.

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