Die nordrhein-westfälische Landesregierung setzt sich im Bundesrat dafür ein, dass Prämien für olympische und paralympische Medaillen, die von den Ländern gezahlt werden, von der Steuer befreit werden. Gemeinsam mit Bayern, Berlin und Hamburg hat Nordrhein-Westfalen einen entsprechenden Änderungsantrag zum Steuerberatungs-Änderungsgesetz eingebracht. Ziel ist es, die bestehende Steuerbefreiung für Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe auf vergleichbare Landessportstiftungen auszuweiten.
Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte, man wolle sicherstellen, dass die finanzielle Unterstützung für die Athleten vollständig bei diesen ankomme.
Wer für Nordrhein-Westfalen Medaillen gewinne oder das Land bei den Spielen repräsentiere, solle von seiner Leistung finanziell profitieren und keine steuerliche Benachteiligung erfahren. Finanzminister Marcus Optendrenk verwies auf das Prinzip des 'Fair Play' und forderte eine gleiche steuerliche Behandlung von Bundes- und Landesprämien.
Nordrhein-Westfalen hatte zuletzt die Teilnahmeprämie für seine Athleten von 3.500 auf 5.000 Euro erhöht und die Medaillenprämien der Deutschen Sporthilfe für Sportler aus dem Land verdoppelt. Mit der Bundesratsinitiative soll diese finanzielle Stärkung nun konsequent fortgeführt werden, um die Rahmenbedingungen für Spitzenleistungen zu verbessern.
NRW will Medaillenprämien der Länder steuerfrei stellen
über dts Nachrichtenagentur
06. März 2026 - 09:20 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland