Kulturministerin Ina Brandes (CDU) hat die zusätzliche Förderung im Ausschuss für Kultur und Medien angekündigt und ein Gutachten über Zukunftsperspektiven für die Kulturinstitutionen vorgestellt. Die Beratungen, die Bewertung und die Umsetzung des Gutachtens benötige Zeit. Deshalb soll die Förderung den Theatern und Orchestern eine Übergangszeit bis Sommer 2028 ermöglichen.
Ziel sei es, mit den Leitern und Trägern der Landestheater Konzepte zu entwickeln, um die Einrichtungen finanziell und strukturell zukunftssicher aufzustellen. "Als Land finanzieren wir die Landestheater und Landesorchester, damit sie ein kulturelles Angebot im ländlichen Raum machen", so Brandes. "Diese Aufgabe nehmen die einzelnen Theater sehr unterschiedlich wahr. Deshalb steht für mich fest, dass wir Veränderung brauchen."
Wie die Neuaufstellung aussehen wird, soll mit allen Beteiligten erarbeitet werden.
Zu allen Vorschlägen des Gutachtens werden Arbeitsgemeinschaften gebildet, die ab Januar 2027 ihre Arbeit aufnehmen. Das Land will die Vorschläge im Vorfeld nicht bewerten, um den Prozess ergebnisoffen zu führen. Anders als der Name nahelegt, sind die Landestheater und Landesorchester keine Einrichtungen des Landes.
Das Land ist bei keiner der sieben Einrichtungen Träger oder Gesellschafter, fördert sie aber mit jeweils ungefähr 50 bis 70 Prozent der Gesamtfördersumme. Zu den Landestheatern zählen das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel, das Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und die Burghofbühne Dinslaken.
Die drei Landesorchester sind die Neue Philharmonie Westfalen mit Sitz in Recklinghausen, die Nordwestdeutsche Philharmonie in Herford und die Philharmonie Südwestfalen in Siegen.