Hinweis: Werbeanzeige


NRW übergibt 428 NS-Dokumente an Auschwitz-Stiftung

NRW übergibt 428 NS-Dokumente an Auschwitz-Stiftung - (Foto: Konzentrationslager Auschwitz (Archiv))
Zweieinhalb Monate nach dem internationalen Protest gegen ein Aktionshaus, in dem eine Versteigerung Hunderter Holocaustzeugnisse stattfinden sollte, konnte ein Großteil der Sammlung am Freitag der Stiftung Auschwitz-Birkenau übergeben werden. Das berichtet die "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben des Landtagspräsidiums. 428 Objekte aus der Sammlung "Das System des Terrors Vol. II 1933-1945", darunter Post von Holocaustopfern, Täterbriefe und Lagergeld, übergab Landtagspräsident André Kuper (CDU) demnach in einem nicht öffentlichen Termin an den Generaldirektor der polnischen Stiftung, Wojciech Soczewica. Um den Ankauf hatte sich das Land Nordrhein-Westfalen seit der Absage der Auktion intensiv bemüht.
Der Ankauf ist nach Angaben des Landtagspräsidenten nicht mit öffentlichen Geldern finanziert worden, sondern durch Spenden der Bethe-Stiftung aus Bergisch-Gladbach, die sich unter anderem für Projekte der Erinnerungskultur einsetzt. Über die Vertragsdetails sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Die Abwicklung wurde offenbar treuhänderisch über eine gemeinnützige Stiftung der Bank für Kirche und Diakonie in Dortmund (KD-Bank-Stiftung) möglich.

Anzeigen