Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Mittel für ihr Hausarztaktionsprogramm im Jahr 2026 auf 3,5 Millionen Euro erhöht. Das teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales am Montag mit. Damit stehen eine Million Euro mehr zur Verfügung als in den Vorjahren.
Zugleich wurde das Programm entbürokratisiert und stärker auf kleine Kommunen mit weniger als 30.000 Einwohnern fokussiert, in denen die hausärztliche Versorgung gefährdet ist.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte, das Programm sei ein zentrales Instrument, um die wohnortnahe Versorgung im ländlichen Raum zu stärken. Seit dem Start im Jahr 2009 wurden mehr als 1.000 Maßnahmen mit über 28 Millionen Euro gefördert. Die Nachfrage sei in den letzten Jahren so groß gewesen, dass zusätzliche Mittel bereitgestellt werden mussten. Mehr als die Hälfte der rund 11.000 Hausärzte in Nordrhein-Westfalen sei über 55 Jahre alt.
Gefördert werden können nun neben der Übernahme oder Gründung einer Praxis und der Einrichtung von Lehrpraxen erstmals auch die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren. Die Antragstellung erfolgt online über ein Landesportal. Die Förderbeträge werden als Pauschalen ausgezahlt. Die Kriterien für Fördergebiete wurden vereinfacht: Statt zwei Listen mit unterschiedlichen Förderhöhen gibt es nun eine einheitliche Liste mit einer maximalen Förderhöhe.
NRW stockt Förderung für Landärzte auf 3,5 Millionen Euro auf
über dts Nachrichtenagentur
12. Januar 2026 - 10:31 Uhr
Von Peter Heidenreich