NRW startet neue Initiativen gegen Cyberangriffe auf Unternehmen

NRW startet neue Initiativen gegen Cyberangriffe auf Unternehmen - (Foto: Netzwerk-Patchpanel (Archiv))
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat neue Maßnahmen vorgestellt, um Unternehmen im Land besser vor Cyberkriminalität zu schützen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Innenminister Herbert Reul und Medienminister Nathanael Liminski teilten am Montag mit, dass die Bedrohungen durch Hackerangriffe, Erpressung und Desinformation stetig zunehmen würden. Beim neunten Spitzengespräch "Cybersicherheit in der Wirtschaft NRW" mit Vertretern aus Wirtschaft, Kammern und Verbänden wurden drei konkrete Projekte präsentiert. Zu den Initiativen gehört die "Modellregion Cybersicherheit Bergisches Land", die mit mehr als 500.000 Euro vom Land gefördert wird und zur Vorbildregion für digitale Sicherheit werden soll.
Zudem entwickelt das Land gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum DIGITAL.SICHER.NRW und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW eine praxisnahe Anti-Ransomware-Initiative. Als drittes Projekt wird ein Bildungsformat für kleine und mittlere Unternehmen erarbeitet, um Mitarbeiter gegen Desinformation und deren Bedeutung für die Cybersicherheit zu schulen. Wirtschaftsministerin Neubaur betonte, ein Cyberangriff könne einen Betrieb innerhalb von Stunden lahmlegen, weshalb mit Soforthilfe, Förderung und der Modellregion gehandelt werde. Innenminister Reul verwies darauf, dass Angriffe auf die digitale Infrastruktur auch Angriffe auf die demokratische Ordnung seien. Medienminister Liminski hob hervor, dass gut geschulte Mitarbeiter ein Standortfaktor seien und die Landesregierung gezielt kleine und mittlere Unternehmen unterstütze.

Anzeigen