NRW führt digitales Tool zur Artenschutzprüfung ein - Beschleunigung des Windkraft-Ausbaus im Fokus

NRW führt digitales Tool zur Artenschutzprüfung ein - Beschleunigung des Windkraft-Ausbaus im Fokus - (Foto: Windrad-Bau (Archiv))
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein neues digitales Werkzeug eingeführt, um Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen zu beschleunigen. Das sogenannte Artenschutzfachbeitrag-Tool (AFB-Tool) soll die Prüfung von Artenschutzbelangen digitalisieren und vereinfachen, teilte das Umweltministerium mit. Es wurde vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) entwickelt und wertet automatisch vorhandene Daten zu geschützten Arten wie Rotmilan, Schwarzstorch oder Fledermäusen aus. Laut Umweltminister Oliver Krischer schaffe man damit zeitraubende Bürokratie ab, ohne die hohen Artenschutzstandards zu senken.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte, das Tool sei ein weiterer Schritt, um Bremsen beim Windenergieausbau zu lösen. Das System erstelle per Knopfdruck einen rechtsicheren Fachbeitrag, der mögliche Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen vorschlägt, und greife dabei auf landesweite Naturschutzdatenbanken zu. Das Tool ist ab sofort für Genehmigungsverfahren in ausgewiesenen Beschleunigungsgebieten verpflichtend. Es soll helfen, das Beschleunigungspotenzial europäischer Vorgaben besser auszuschöpfen. Nordrhein-Westfalen hatte 2025 mit Genehmigungen für 6,1 Gigawatt Windkraftleistung einen neuen Rekord erreicht und liegt im Bundesländervergleich an der Spitze.

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