NRW fordert weniger Bürokratie für Landwirtschaft nach Agrarministerkonferenz

NRW fordert weniger Bürokratie für Landwirtschaft nach Agrarministerkonferenz - (Foto: Bauer mit Traktor (Archiv))
Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium hat nach der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall zentrale Forderungen für eine praxisnähere Agrarpolitik vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Abbau von Bürokratie, vereinfachte Düngeregeln und die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, wie das Ministerium mitteilte. Konkret setzt sich Nordrhein-Westfalen für eine verursachergerechte Differenzierung im Düngerecht ab 2027 ein, bei der Betriebe mit nachgewiesener umweltverträglicher Düngung entlastet werden sollen. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen betonte, dass dieses System aus Sicht des Gewässerschutzes effektiver sei als eine rein flächenbezogene Regelung.
Zudem sollen künftig betriebliche Summendaten statt schlagspezifischer Daten im Mittelpunkt stehen, um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Weitere Schwerpunkte sind die Forderung nach praxisnäheren Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel, die Anerkennung von Pflanzenschutz-Sachkunde für die Schadnagerbekämpfung auf landwirtschaftlichen Betrieben sowie der Einsatz für Geflügelpest-Impfungen. Die Agrarministerkonferenz sprach sich außerdem für eine Anhebung des EU-Agrarbudgets (GAP) im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen von 2028 bis 2034 aus.

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