Münchner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen organisierten Kokainhandels

Münchner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen organisierten Kokainhandels - (Foto: Landgericht München I (Archiv))
Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der international agierenden Tätergruppierung "Die Firma" erhoben. Der Beschuldigte F. soll als Koordinator für den Verkauf von Kokain in Süddeutschland, insbesondere in München, tätig gewesen sein, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Oktober 2023 und Oktober 2024 insgesamt 123 Kilogramm Kokain im Münchner Stadtgebiet verkauft und übergeben zu haben. Der Beschuldigte befindet sich seit Anfang Dezember in Untersuchungshaft.
Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung wurden drei Rolex-Uhren und 16.500 Euro Bargeld sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, die Einziehung von Umsätzen in Höhe von knapp 3 Millionen Euro zu beantragen. Die Ermittlungen wurden von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern und dem Münchner Kommissariat 82 geführt. In einem weiteren Verfahren wurde gegen einen mutmaßlichen Komplizen, Beschuldigter S., Anklage erhoben. Bei ihm gelang im November die Sicherstellung von 22 Kilogramm Kokain – der bislang größten Menge in München. Ein dritter mutmaßlicher Komplize, Beschuldigter Sch., wird wegen versuchten Mordes und bewaffnetem Drogenhandel ermittelt. Die Verfahren stehen im Zusammenhang mit einem umfangreichen Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen die Gruppierung.

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