Münchens designierter OB verspricht gute Kooperation mit Söder

Münchens designierter OB verspricht gute Kooperation mit Söder - (Foto: Markus Söder am 27.03.2026)
Der designierte Münchner Oberbürgermeister von den Grünen, Dominik Krause, verspricht eine gute Kooperation mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder. Krause sagte am Montag dem Nachrichtensender "Welt": "Mir ist an einer sehr guten Zusammenarbeit gelegen und ich werde auch das Meinige tun, damit das gut funktioniert." Er habe auch schon als zweiter Bürgermeister den einen oder anderen Kontakt mit Söder gehabt: "Wir kommen ganz gut miteinander aus, auch wenn uns sicherlich inhaltlich das eine oder andere trennt." Er finde es "sehr wichtig, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt München und dem Freistaat Bayern gibt".
Dies sei "eines der Erfolgsrezepte für den Standort München" und gelte vor allem beim Thema Wirtschaft. Krause: "Wir haben momentan herausfordernde Zeiten in ganz Deutschland, auch im Freistaat Bayern und natürlich dann runtergebrochen auch in München." München habe eine vielfältige Wirtschaft in der Stadt mit Dax-Konzernen, aber auch mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen: "Und mein Ansinnen ist es vor allem, mit dem Freistaat darüber zu sprechen: Wie können wir das beibehalten oder auch noch weiter stärken?" Nicht festgelegt ist der künftige OB in der Frage des heftig umstrittenen Abschiebeterminals für den Münchner Flughafen, das 2028 eröffnet werden soll und über das Tausende von Abschiebungen pro Jahr möglich sein sollen. Krause, der künftig Mitglied im Aufsichtsrat des Flughafens sein wird, da die Stadt 23 Prozent Anteile hat, sagte zu dem von der Staatsregierung unterstützten Terminal: "Grundsätzlich bin auch ich der Meinung, dass selbstverständlich Straftäterinnen und Straftäter abgeschoben werden sollten. Die Frage ist aber trotzdem, ob es angesichts sinkender Migrationszahlen wirklich sinnvoll ist, dass man viel Geld investiert in so ein Abschiebeterminal." Er werde sich gründlich in das Thema einlesen, das auch in den Koalitionsverhandlungen im Stadtrat erörtert werde. Dann werde er "die Position der Landeshauptstadt kundtun".

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