Hamburg - Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in Hamburg-Volksdorf ist am Freitagabend ein 18-Jähriger durch Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt worden. Das teilt die Polizei Hamburg mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei ereignete sich der Vorfall am Freitag um 22:10 Uhr auf einem Spielplatz im Bereich Schemmannstraße/Weidewiese. Dort war aus bislang unbekannten Gründen ein Streit zwischen zwei Personengruppen entstanden. In diesem Zusammenhang soll einer der Angreifer ein Messer eingesetzt und dem 18-Jährigen die lebensgefährlichen Verletzungen zugefügt haben.
Eine Rettungswagenbesatzung transportierte den Verletzten unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen und einer Polizeidrohne führten zunächst nicht zur Festnahme tatverdächtiger Personen.
Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes (KIT) übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeugen und Angehörigen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen am Tatort; die Spurensicherung (LKA 31) kam ebenfalls zum Einsatz. Im Rahmen dieser Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf einen 16-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der im Verdacht steht, dem Geschädigten die Verletzungen zugefügt zu haben.
Der Tatverdächtige wurde noch in der Nacht an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Mordkommission (LKA 41) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kapitaldelikte bei der Staatsanwaltschaft fortgeführt und dauern an.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen oder Hinweise zu weiteren Beteiligten geben können, sich zu melden.