Die Hamburger Linke sieht die Umstellung des Kraftwerks Wedel von Kohle auf Gas als unvollständigen Schritt und kritisiert intransparente Preisaussichten. Das teilte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Stephan Jersch, am Freitag mit. Grundlage ist die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linken in der Bürgerschaft.
Demnach planen die Hamburger Energiewerke, das Kohleheizkraftwerk Wedel stillzulegen und stattdessen das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Dradenau in Betrieb zu nehmen.
Jersch bezeichnete den Wechsel von Kohle zu Erdgas zwar als Bewegung in die richtige Richtung, aber klimapolitisch nur als halben Schritt. Er kritisierte, dass der Senat keine Aussagen zu den Auswirkungen der Umstellung auf die Wärmepreise für die Kunden treffen könne.
Die Linke bekräftigte ihre Forderung, das Kraftwerk Wedel nach der aktuellen Heizperiode endgültig stillzulegen und nicht als Reserve weiterzuführen. Die dauernden Ausfälle zeigten, dass es genug Ersatz in Hamburg gebe und Wedel nicht mehr betriebssicher sei, so Jersch. Er verwies auf den '30-Prozent-Schock' der letzten Preiserhöhung, der den Menschen noch in den Knochen sitze.
Linke warnt vor möglichen Fernwärmepreiserhöhungen in Hamburg
über dts Nachrichtenagentur
17. April 2026 - 11:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland