Die Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich strikt gegen Überlegungen des Senats ausgesprochen, die Plaza der Elbphilharmonie künftig kostenpflichtig zu machen. Das teilte die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Marie Kleinert, am Donnerstag mit. Sie erinnerte daran, dass das Konzerthaus von Beginn an als öffentlich finanzierter Ort der Offenheit und Teilhabe für alle gedacht war.
Kleinert kritisierte, dass es bereits zwei gescheiterte Versuche gegeben habe, Eintritt zu erheben, und nun ein dritter Anlauf bevorstehe. 'Es ist inakzeptabel, dass aus dem von Olaf Scholz versprochenen "Haus für Alle" schleichend ein Haus für diejenigen werden soll, die es sich leisten können', sagte sie.
Die Plaza gehöre den Hamburgerinnen und Hamburgern, die das Wahrzeichen mit ihren Steuergeldern bezahlt hätten.
Die Diskussion war entbrannt, nachdem Kultursenator Carsten Brosda (SPD) von "intensiven Diskussionen" im Senat zu dem Thema berichtet hatte. Die Linke fordert den Senat auf, die Plaza als offenen Ort zu erhalten und das kulturelle Versprechen eines "Hauses für Alle" einzulösen, anstatt neue Gebührenmodelle zu erproben.
Linke lehnt Pläne für Eintrittsgeld auf Elbphilharmonie-Plaza ab
über dts Nachrichtenagentur
15. Januar 2026 - 12:35 Uhr
Von Peter Heidenreich