Linke kritisiert mangelnden Zugang zu HIV-Prävention in Sachsen

Linke kritisiert mangelnden Zugang zu HIV-Prävention in Sachsen
Der sächsische Landesvorsitzende der Linken, Marco Böhme, hat anlässlich des Welt-Aids-Tags die unzureichende Versorgung mit HIV-Präventionsmedikamenten im Freistaat kritisiert. Er teilte mit, dass es in Sachsen kaum Arztpraxen gebe, die die sogenannte PrEP verschreiben dürften, und die vorhandenen Praxen seien überlastet und nähmen keine neuen Patienten mehr auf. In Leipzig und Dresden zeigt sich nach Angaben der Linken ein besonders problematisches Bild: In beiden Städten konzentriere sich das Angebot auf wenige Schwerpunktpraxen, von denen viele aktuell keine neuen Patienten mehr aufnähmen. Betroffene müssten teilweise bis nach Berlin oder Magdeburg reisen, um an die Medikamente zu gelangen, obwohl die Kosten seit 2019 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Linke fordert daher ein landesweites Aktionsprogramm für sexuelle Gesundheit, das unter anderem den Ausbau von HIV-Schwerpunktpraxen, digitale Behandlungsmodelle für den ländlichen Raum und gezielte Informationskampagnen vorsieht.
Zudem solle eine landeseigene Koordinierungsstelle für die PrEP-Versorgung eingerichtet werden.

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