Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat anlässlich des internationalen feministischen Kampftags am 8. März auf anhaltende Defizite beim Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt hingewiesen. In der Hansestadt würden jährlich tausende Fälle partnerschaftlicher Gewalt registriert, wobei Frauen die große Mehrheit der Betroffenen stellten, kritisierte die Fraktion am Freitag.
Die Fachsprecherin für Feminismus der Linken, Hila Latifi, kritisierte, dass Schutzplätze in Frauenhäusern weiterhin nicht bedarfsgerecht ausgebaut seien. Zudem würden Fälle wie der Femizid an Asal häufig für rassistische Diskurse instrumentalisiert, anstatt den Fokus auf Prävention und strukturelle Ursachen zu legen.
Latifi erklärte, der 8. März sei ein Kampftag, der angesichts eines erstarkenden Antifeminismus dringlicher denn je sei.
"Antifeminismus ist längst kein Randphänomen mehr. Er ist ein zentrales Bindeglied rechter Mobilisierung", sagte sie. Die Fraktion kündigte an, sich an den Demonstrationen am 8. März und am Streik am 9. März zu beteiligen.
Linke in Hamburg fordert mehr Einsatz gegen Gewalt an Frauen
über dts Nachrichtenagentur
06. März 2026 - 09:10 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland