Die präventionsorientierte Ausrichtung in der Zahnmedizin hat offenbar zu einer deutlichen Verbesserung der Mundgesundheit geführt. Das geht aus der sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.
Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) berichten darin, dass bei Kindern, die zum Zeitpunkt der vorherigen Studie kariesfrei waren, im Schnitt maximal ein Zahn neu von Karies betroffen war. Auch bei jüngeren Erwachsenen zeigt sich der positive Effekt der präventionsorientierten Versorgung.
Zahnverlust ist heute seltener als früher, da viele Menschen über Jahre hinweg ihre eigenen Zähne behalten.
Die Studie hebt hervor, dass die entscheidende Krankheitsdynamik der Parodontitis im mittleren Erwachsenenalter stattfindet, was das Risiko für Zahnverluste im höheren Alter erhöht. Frühzeitige Diagnostik und therapeutische Maßnahmen sind entscheidend, um parodontale Verschlechterungen zu verhindern.
Ein enger Zusammenhang zwischen Mund- und Allgemeingesundheit wird am Beispiel von Diabetes deutlich. Diabetiker haben häufiger eine schlechtere Mundgesundheit, was zu höheren Folgekosten im Gesundheitssystem führen kann. Eine frühzeitig behandelte Parodontitis kann zu einer besseren Diabeteseinstellung beitragen.
Längsschnittstudie zeigt Erfolge zahnärztlicher Prävention
über dts Nachrichtenagentur
14. April 2026 - 10:40 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland