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Kriminalität in NRW geht 2025 zurück, Sexualdelikte steigen

Kriminalität in NRW geht 2025 zurück, Sexualdelikte steigen - (Foto: Polizeistreife im Einsatz (Archiv))
Die Kriminalität in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr gesunken. Das hat das Innenministerium des Landes am Montag mitgeteilt. Demnach registrierte die Polizei 2025 rund 1,36 Millionen Straftaten, ein Rückgang von drei Prozent gegenüber 2024.
Insgesamt wurden mehr als 324.000 Menschen Opfer einer Straftat. Die Aufklärungsquote liegt bei 53,7 Prozent. Besonders bei Gewaltdelikten und Diebstählen gab es einen Rückgang, während die Zahl der Sexualdelikte und der Tötungsdelikte gestiegen ist. Bei den Gewaltdelikten verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 1,8 Prozent auf etwa 159.000 Fälle. Die Zahl der Raubdelikte sank um 6,4 Prozent. Die Messerkriminalität ging leicht zurück, blieb mit fast 7.200 Fällen aber auf hohem Niveau. Bei Mord und Totschlag stieg die Zahl der Fälle um 29 auf 508. Die Zahl der registrierten Sexualdelikte nahm um 5,2 Prozent zu und hat sich im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppelt. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern und bei Kinderpornografie setzte sich der Anstieg fort. Die Zahl der Diebstähle sank auf rund 500.000, was etwa 37 Prozent aller Straftaten ausmacht. Beim Wohnungseinbruch zeigte sich erstmals seit 2021 wieder ein rückläufiger Trend. Die Polizei ermittelte insgesamt rund 479.000 Tatverdächtige, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger liegt mit etwa 35 Prozent weiter deutlich über deren Bevölkerungsanteil von rund 16 Prozent. Innenminister Herbert Reul wertete die Entwicklung insgesamt als positiv, warnte aber vor einer Entwarnung bei Gewalt- und Sexualdelikten.

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