Gleichzeitig forderte Kretschmer die Bundesregierung auf, trotz des Personalwechsels mit den wichtigen inhaltlichen Vorhaben voranzukommen. "Gerade bei der Rente brauchen wir Lösungen, die langfristig tragen und die unterschiedlichen Erwerbsbiografien in Deutschland berücksichtigen. Für Sachsen ist dabei entscheidend, dass Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, nicht schlechter gestellt werden", so der sächsische Ministerpräsident.
Kretschmer hatte zuletzt mit seinen ostdeutschen Amtskollegen gegen die geplante Abschaffung der vorzeitigen Rente für besonders langjährig Versicherte ("Rente mit 63") geworben. Eigentlich sollte der Reformvorschlag einer eigens eingesetzten Rentenkommission - mit Abschaffung der abschlagsfreien Frührente - ohne Abstriche umgesetzt werden. Seit dem Streit stockt das Vorhaben.
Von seinem früheren Amtskollegen und künftigen Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) wünscht sich Kretschmer, dass er auch bei der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes für Bewegung sorgt. "Deutschland braucht mehr Flexibilität, weniger Bürokratie und bessere Bedingungen für Unternehmen und Beschäftigte. Der neue Arbeitsminister hat hier wichtige Aufgaben vor sich", so der CDU-Politiker.