Im Jahr 2024 sind in Nordrhein-Westfalen 51.183 Menschen an einer Krebserkrankung gestorben. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag mit. Damit war Krebs bei 23,2 Prozent aller Sterbefälle die Todesursache. Die Zahl der krebsbedingten Todesfälle blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, ihr Anteil an allen Sterbefällen stieg jedoch um 0,6 Prozentpunkte. Im Zehnjahresvergleich sank der Anteil um 3,5 Prozentpunkte. Unter den krebsbedingten Todesfällen waren Erkrankungen der Verdauungsorgane mit einem Anteil von 30,0 Prozent bei Männern und 27,2 Prozent bei Frauen erneut die häufigste Ursache. Auf Rang zwei folgten bösartige Neubildungen der Atmungsorgane.
Bei Männern lagen Krebserkrankungen der männlichen Genitalorgane mit 12,0 Prozent auf Platz drei, bei Frauen war es Brustkrebs mit einem Anteil von 16,5 Prozent. Das durchschnittliche Sterbealter der an Krebs Verstorbenen lag bei 75,3 Jahren und damit 4,2 Jahre unter dem Durchschnitt aller Verstorbenen. Die krebsbedingte Sterberate lag landesweit bei 284 Fällen je 100.000 Einwohner. Die geringste Rate verzeichnete die Stadt Bonn mit 218 Sterbefällen je 100.000 Einwohner. Die höchste Rate wurde für Herne mit 345 Fällen je 100.000 Einwohner ermittelt. Die dargestellten Ergebnisse basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen.